Die schon länger hier leben

"Das Volk sind alle, die hier leben." So die Kanzlerin jüngst sinngemäß. Schon geht das Gejammer los. Es ist doch vollkommen egal, ob diejenigen nichts zu sagen haben, die schon länger hier leben (damit meint die Kanzlerin uns Deutsche, oder deren Staatsbürgerschaft die der Bundesrepublik Deutschland ist) oder jetzt noch die „Dahergelaufenen" (schön politisch inkorrekt, aber größtenteils wahr), weil sich die Politik immer mehr vom Souverän entfremdet hat. Ob nun die Deutschen nicht wählen gehen oder die Neuen nicht, kratzt doch am Ende keine Sau. Oder höre ich da etwa heraus, dass man den Neuen eher zutraut, sich politisch zu engagieren? Dann wäre es eine doppelte Bankrotterklärung - zum einen, weil die Deutschen sich wegen der paar Prozent „Merkel-Ausländer“ ins Hemd machen und denken, dass hier demnächst die Scharia gilt, zum anderen, weil wir eingestehen, dass wir selbst zu doof sind, die richtigen Parteien zu wählen, sondern immer diejenigen, die uns die ganze Scheisse eingebrockt haben. (Krieg - Profit - Massenkonsum - Globalisierung - Religion - Verblödung … kleine Assoziationskette, die hier grafisch leider nicht im Teufelskreis endet, aber einen solchen darstellen soll).


Und mehr Kinder kriegen sie auch noch! Vermischung! Alter! … Als ob es ein Segen wäre, wenn sich NRW ohne Fremde mit sich selbst mischen würde, oder denken wir an kulturelle Monokulturen wie im Prenzlauer Berg. 
Wenn es was zu heulen gibt, dann ist es die Inkonsequenz, mit der man Menschen das Recht gibt, in einem Land zu leben, aber deren Regeln nicht beachten zu müssen. Ein eindeutiges Bekenntnis zum Grundgesetz (und das wird selbst von den demokratischen Radikal-Links-Bunten ja schwerlich als menschenfeindlich, rassistisch oder nationalsozialistisch zu brandmarken sein) und die konsequente Abschiebung, falls es ein Lippenbekenntnis wäre, könnte aus meiner Sicht, die Eintrittskarte nach Europa sein. Warum nicht? 

Ein Schwur vor dem, was einem heilig ist? ("Wie kann man das verlangen, wenn es die Religion verbietet?" - Ja dann klopf doch an eine Tür, wo man das nicht verlangt. Das ist der Preis für die Sicherheit. Wenn dir dein Gott wichtiger ist - geh dahin. Ende.)

Es ist mir doch scheissegal, ob wir nun Weihnachten an Coca Cola verkaufen oder aus dem Ramadan oder dem Freitagsgebet auch eine Commerzveranstaltung machen. Ist der Fremde erst einmal mit soviel Wohlstand, Junk-Food, Suff, Drogen, RTL2 oder Dschungelcamp versaut, passt er hier prima rein. Und ja, Angie, das schaffen wir! 
Wie? Die haben ja alle keinen Bock auf Suff und Fleisch aus Massentierhaltung? Mögen kein GNTM? 
Alter, aber Fußball und Formel 1! Wir kriegen mit unserer Kultur jeden klein! 

Ach, wir finden ja auch, dass wir übersättigt sind und fühlen uns einmal kurz vor Weihnachten in einem Anfall von Nächstenliebe für das Elend der Welt mitverantwortlich (da spenden wir doch glatt mal 5 € an „Brot für die Welt“). Wir haben seit 1945 die Soziale Frage konsequent in andere Teile der Welt verlagert, um selbige bei uns lösen zu können. Jetzt heulen wir herum, wenn der Prolet vor der Tür steht und erkennen, dass sie sich im „marxistischen Sinne“ vereinigen könnten. Ach nee. 
Es ist doch vollkommen egal, ob jemand nun Teppiche auf dem Boden hat, an die Wand hängt oder damit herum fliegt, solange keiner dazu gezwungen wird, sich für eine Variante zu entscheiden. 
Kirchenglocken gehen einem genauso auf die Nerven wie ein krakeelender Muezzin, ich finde Nonnen genauso wenig sexy wie die Mädels mit den Kopftüchern - ja man - das ist genau der Grund, weshalb sie sowas anziehen! Regt sich jemand auf, wenn Frauen auf ihren Körper reduziert werden? Solange das jede Frau selbst entscheiden kann, was und wie sie sich zeigt - lass sie machen. Und Respekt - ja, dass steht auf der Eintrittskarte Grundgesetz. Wenn du weißt, dass du dich nicht dran halten kannst, wenn du zeigst, dass du dich nicht dran halten kannst, gilt auch der Artikel des Grundgesetzes nicht mehr, der dich hier sein lässt. Zack - Tschüss! Logisch, konsequent, menschenfreundlich, für alle gleich. Es reichen die Vollpfosten mit deutschem Pass, die wir nicht loswerden. 

Ja mein Gott - da wären wir bei meinem Lieblingsfeindbild - Jesus, Mohammed, Buddha, Konfuzius, Lothar Matthäus oder Claudia Roth - lass sie doch sagen und predigen und schwadronieren - solange es mir überlassen ist, welche Erleuchtung davon meine Seele rettet. Kein Problem. Giftet Euch nicht an, gut is! 
Überhaupt wird Freundlichkeit und Gelassenheit niemandem schaden. Leckt mich doch am Arsch mit traditionellen Fußballvereinen - RB Leipzig haut euch grad auf den Sack - ich beobachte es mit Freude. Wenn so Tradition aussieht - Neid auf die, die besser sind, weil sie die Spielregeln beherrschen - Danke, dann will ich keine Traditionen. Übrigens kann der traditionelle FC Bayern das auch alles. 

Haben wir Angst, dass die Fremdem besser sind als wir? Ja? Dann wird es Zeit, den Arsch zu bewegen. 
Wenn wir keine Angst haben, warum dann heulen? 

Einfache Formel für gesamtgesellschaftliche Glückseligkeit und auch eine prima Präambel für das GG: „Macht alle was ihr wollt, aber geht mir nicht auf den Sack!“ 

So. Frieden.